Recruiting Videos: 8 gute Gründe für den Einsatz im Employer Branding

Recruiting Videos und Employer Branding Filme sind längst kein Trend mehr, sondern gehören bei einer zunehmenden Zahl von Unternehmen fest zum Kommunikationsmix gegenüber Talenten und potentiellen Bewerbern.
8 gute Gründe für den Einsatz von Recruiting Videos im Employer Branding

Für viele Unternehmen, gerade im Mittelstand, ist das Thema dennoch Neuland: Neues Medium, vermeintlich hohe Kosten, keine Erfahrungswerte. Da sind Vorbehalte vorprogrammiert.

Im folgenden haben wir daher 8 gute Gründe für den Einsatz von Recruiting Videos im Employer Branding:

1.     Reichweite & Halbwertszeit: Viele klassische Maßnahmen im Recruiting und Employer Branding haben den Nachteil, dass sie sich schlecht weiterleiten bzw. teilen lassen und darüber hinaus häufig an hohen Streuverlusten leiden. Letzteres steht dann wieder im Zusammenhang mit verhältnismäßig hohen Kosten. Bei Recruiting Videos ist dies, zumindest im Bezug auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis, anders. Einmal auf einer Videoplattform wie Youtube oder Vimeo hochgeladen, kann das Video überall eingebettet, verteilt, geliked und wieder weitergeteilt werden. Egal ob auf der eigenen Karriereseite, dem Corporate Blog oder quer durch die vom Unternehmen verwendeten sozialen Netzwerke – ohne weitere Kosten. Versuchen Sie das mal mit einer Stellenanzeige in der FAZ! Ganz nebenbei werden die Videos in der Regel von genau den Personen in der Zielgruppe angesehen, die sich auch für genau Ihr Unternehmen, genau diesen Fachbereich oder konkret diese Stelle interessieren. Streuverluste im ursprünglichen Sinne gibt es bei gut gemachten Webvideos eigentlich gar nicht.

2.     Authentische Botschaft und tiefe Einblicke: Videos bieten viel Spielraum, um das Unternehmen in allen Facetten authentisch darzustellen. Wenn ein intelligentes Konzept vorliegt und im Falle von Testimonial-Videos entsprechend telegene Mitarbeiter für das Video identifiziert wurden, gibt es wohl kein anderes Medium, das in der Lage ist, ein Unternehmen derart authentisch zu vermitteln. Videos sind in der Lage, Einblicke selbst in komplexe Sachverhalte wie Produktionsprozesse, die Gestaltung der Arbeitsplätze oder Work-Life-Balance Angebote von Unternehmen zu geben. All diese Eindrücke können in den meisten anderen Medien zwar auch angerissen, aber nicht in der entsprechenden Tiefe vermittelt werden.

3.     Transport von Emotionen: Über die reine Informationsvermittlung hinaus können via Video vor allem auch Emotionen transportiert werden. Bilder und Musik erzeugen Stimmungen – genauso wie authentische Mitarbeiter, die begeistert von ihrem Arbeitsalltag berichten. Aufnahmen imposanter Werksgelände, moderner Büros oder firmeneigener Kitas vermitteln dem Zuschauer schon vor dem ersten Kontakt mit einem Personaler ein Gefühl dafür, ob das Unternehmen zu ihm passen könnte.

4.     Wiederholung: Recruiting Videos können beliebig oft wiedergegeben werden. Sie können zur Vorbereitung einer Bewerbung genutzt werden oder nach dem ersten Kontakt mit dem Unternehmen, um z.B. die ersten Eindrücke noch mal mit dem Video abzugleichen. Später können sie zur Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch dienen und / oder um sich auf den ersten Arbeitstag einzustimmen. Bietet ein Unternehmen gleich mehrere Recruiting Videos zu verschiedenen Themen an, können diese Videos auch “quer” konsumiert werden. (Als Beispiel sei hier adidas mit seiner “Herzo what?” Kampagne genannt, in deren Videos die selben Testimonials immer wieder auftauchen). Wenn Unternehmen die Videos untereinander verlinken, sind wiederholte Abrufe geradezu vorprogrammiert.

5.     Ubiquität: Weltweit finden eine Milliarde Youtube Views pro Tag über mobile Endgeräte statt. Pro Monat werden weltweit sechs Milliarden Stunden Youtube Videos angesehen (Quelle: Youtube, Stand August 2013). Heißt: Videos können heute im Prinzip immer und überall konsumiert werden. Während eine Zeitung in der Regel weggeschmissen wird, kann das Video immer und überall auf allen möglichen Endgeräten wieder abgerufen werden. Und das über lange Zeiträume hinweg.

6.     Schnelle und einfache Informationsaufnahme: Karriere-Webseiten, facebook-pages und andere statische Plattformen sind als kommunikative Basis und aus der Kommunikation mit Bewerbern nicht weg zu denken. Sie bedeuten aber häufig auch Texte. Nicht in jeder Nutzungssituation sind diese aber dazu geeignet, Interesse zu wecken. Folgt man beispielsweise der Idee des Recruitment Funnels (s. Artikel), können Recruiting Videos hervorragend eingesetzt werden, um z.B. am oberen Ende des Trichters das Interesse von latent wechselwilligen Kandidaten zu gewinnen. Auch im späteren Verlauf, wenn es darum geht Stimmungen und Emotionen zu transportieren sind Videos deutlich besser geeignet als Texte. Hinzu kommt die Tatsache, dass viele Bewerber Recruiting Videos inzwischen bevorzugen, weil sie in jeder Situation eine entspannte „Lean-Back-Informationsaufnahme” bedeuten.

7.     Interne Wirkung: Gut gemachte Recruiting Videos und Employer Branding Videos wirken auch nach innen. Nach innen sind es vor allem die eigenen Mitarbeiter, die im besten Fall stolz auf ihr Unternehmen sind und sich mit Video und Arbeitgeber identifizieren können. Was kann einem Unternehmen besseres passieren, als wenn stolze Mitarbeiter das Video ihren Angehörigen, Freunden und Bekannten weiterleiten? Noch authentischere Botschafter für das eigene Unternehmen gibt es kaum.

8.    Stärkung des Unternehmens-Image: Wenn das Gesamtpaket stimmt und das Video die gewünschten Einblicke und Emotionen vermittelt, wenn es überall verfügbar ist und es nach innen wie nach außen hin Wirkung zeigt, dann werden in den Köpfen der Zuschauer letztlich wertvolle Eindrücke hängen bleiben. Eindrücke, die evtl. auch zu späteren Zeitpunkten noch wertvoll sein können. Denn nicht immer, wenn man ein Recruiting Video gerade sieht, ist man auch aktiv Wechselwillig und auf der Suche nach einer neuen Stelle. Darüber hinaus ist es wie mit jeder Kommunikation eines Unternehmens: Je positiver die Kommunikation, desto wahrscheinlicher dürfte man auch Fan oder Kunde des Unternehmens werden. Jetzt oder vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt.

Fazit:

Natürlich ist obige Liste von Argumenten nicht abschließend und die verschiedenen Faktoren sind von Fall zu Fall unterschiedlich zu gewichten.

Ingesamt wird erkennbar, dass Videos im Recruiting und Employer Branding zahlreiche Vorteile bieten, die vor allem die anfallenden Produktionskosten in der Regel schnell relativieren.

Wer zudem von Beginn an einen integrierten und zielorientierten Ansatz verfolgt, der kann aus unserer Sicht nur gewinnen.

Update: Wir haben eine zusätzliche Website zum Thema Recruiting Videos eingerichtet, auf der wir eine Auswahl unserer Recruiting Videos und Recruiting Filmen zeigen.
Schaut doch mal vorbei auf recruiting-videos.net.

Haben wir einen guten Grund vergessen? Dann freuen wir uns über eure Vorschläge in den Kommentaren!

2 Kommentare zu Recruiting Videos: 8 gute Gründe für den Einsatz im Employer Branding

  1. Pingback: Auswirkungen von Recruiting Videos auf die BerufsorientierungEmployer Branding TV

  2. Pingback: Storytelling in Employer Branding und Recruiting VideosEmployer Branding TV