Auswirkungen von Recruiting-Videos auf die Berufsorientierung

Die Berufsorientierung  ist im Laufe des Lebens immer eine herausfordernde Phase. Noch bis vor wenigen Jahren war es dabei üblich, die Entscheidung für einen Beruf nur einmal, vielleicht zweimal im Leben zu fällen. Mittlerweile ist es nicht ungewöhnlich, dass auch Menschen im hohen Erwachsenenalter sich beruflich umorientieren. Die Annahme, dass Alter der Orientierung läge ausschließlich zwischen 16 und 28 oder vielleicht 30 Jahren ist nicht mehr zeitgemäß.Auswirkungen von Recruiting Videos auf die Berufsorientierung

Genauso wie das Alter hat sich auch die Art der Informationsbeschaffung verändert.
Während Generationen von Schülern die Informationen zu Berufsbildern ausschließlich über die Berufsinformationszentren (kurz BIZ) der Bundesagentur für Arbeit bezogen haben, ist auch hier die heutige Bandbreite deutlich gestiegen.

In Zusammenhang mit dem steigenden Konsum von Bewegtbildinhalten im Internet, sind Videos zur Berufsorientierung daher auch nicht mehr als die logische Konsequenz.

Warum? Ganz einfach: Videos sind in der Lage Informationen, Stimmungen und Emotionen zu transportieren, die Texte so nie vermitteln könnten. Die klassische Stellenanzeige in der Tageszeitung hat diesen Wandel bereits zu spüren bekommen.

Sichtbar wird die Bedeutung von Videos im Internet z.B. am Wachstum von Youtube. Derzeit werden dort pro Minute weltweit etwa 100 Stunden Videomaterial hochgeladen. Pro Monat werden Videos von mehr als sechs Milliarden Stunden angesehen.

Obwohl die Nutzung von Webvideos zur Zeit im Alter zwischen 16 und 24 Jahren heute in Deutschland noch etwas höher liegt als bei älteren Jahrgängen (s.u.), können wir getrost davon ausgehen, dass der insgesamt steigende Konsum von Videos im Internet sich in den kommenden

Jahren auch bei der älteren Generation bemerkbar macht. Schließlich wird ja auch die heutige Generation Y nicht jünger 😉

Nutzungsanteil Online-Videos in Deutschland

Der EU Vergleich zur Nutzung von Online-Bewegtbildangeboten zeigt bereits, dass die Entwicklung in Deutschland in Zukunft weiter zunehmen dürfte.

Nutzungsanteil Online-Videos in Deutschland

 Weitere Informationen zum Thema Bewegtbild gibt es im Fokusreport Bewegtbild vom BVDW.

Recruiting-Videos mit festem Platz im Kommunikationsmix

Mittlerweile existieren im Netz zahlreiche Plattformen, auf denen Berufe mit Hilfe von Videos dargestellt werden. Und das ist auch gut so, denn allein in Deutschland stehen etwa 345 anerkannte Ausbildungsberufe und je nach Quelle ca.  17.000(!) verschiedene Studiengänge zur Auswahl. Da ist es schon ein kleines Kunststück, „das richtige“ für sich herauszupicken.

Azubot, watchado, beroobi oder Elementare Vielfalt von der Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.: Der Nutzer hat die Qual der Wahl, auf welcher Plattform er sich seine Informationen beschaffen möchte.

Nicht alle Plattformen sind für alle Zielgruppen gleichermaßen geeignet. Ein 16- oder 20-jähriger hat einen anderen Informationsbedarf als ein 34-jähriger, der vielleicht gerade auf der Suche nach seinem zweiten Job ist. Letzter findet seine Informationen eher in den Youtube Kanälen der Unternehmen.

Grundsätzlich sind auch beim Thema Berufsorientierung alle Arten von Videos entlang dem Recruitment Funnel von Universum zu finden.

Universum Recruitment Funnel

Von der Aufmerksamkeitsphase („Das Unternehmen überhaupt kennen“) über die Erwägungs- und Wunschphase („Sich vorstellen können / wünschen für das Unternehmen zu arbeiten“) bis hin zur Bewerbung beim Unternehmen, können Videos Kandidaten dabei bei ihrer Informationsbeschaffung mit wertvollen Details unterstützen. (Mehr zum Thema Recruitment Funnel auch hier.)

Filme zur Unterstützung der Berufsorientierung sind inzwischen mehr als ein Trend geworden. Sie sind in vielen Unternehmen bereits fester Bestandteil des Kommunikationsmix. Schon 2012 zeigte eine Studie von saatkorn / embrace und Prof. Dr. Beck, die den Einsatz von Social Media in DAX, MDAX und TecDAX Unternehmen untersuchte, dass 74% der Unternehmen Videos auf Youtube veröffentlichten. 22% der Unternehmen setzen bereits damals spezielle Karriere-Videos ein.

Und selbst im Mittelstand halten Videos als Mittel zum Recruiting Einzug, wie das Beispiel von Bäcker Göing zeigt.

Gut gemachte Videos (Zielgruppen- und Kanalgerecht konzipiert, hochwertig produziert, auffindbar platziert), können für Unternehmen im Kampf um die Talente einbringen einen echten Vorteil bedeuten.

Fazit: Das Zünglein an der Waage

Videos können bei der Berufsorientierung an vielen und möglicherweise sogar den entscheidenden Stellen Einfluss auf die Entscheidung von Bewerbern nehmen.

Videos können Details vermitteln, die selbst „zwischen den Zeilen“ einer Stellenanzeige oder Website nicht wahrgenommen würden. Und sie haben immer den Vorteil des “Entertainment-Faktors”.

Buhlen zwei ähnliche Unternehmen, z.B. aus derselben Branche und mit ähnlichen Konditionen, um dieselben Fachkräfte, kann eine gut gemachte Videokampagne letztlich sogar den entscheidenden Ausschlag für die Entscheidung geben.

Auswirkungen von Recruiting-Videos auf die Berufsorientierung

Mehr zum Thema Berufsorientierung in der Blogparade von blog.recrutainment.de

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