Employer Branding Videos – Einfach mal so ausprobiert. Kann das gutgehen?

Kürzlich haben wir eine Veranstaltung in Köln besucht, bei der der Tenor der Referenten im Zuge der Zusammenfassung dahin ging, dass man als Unternehmen Videos in der Employer Branding Kommunikation zum Start durchaus “einfach mal so” ausprobieren könne und in der Folge “auch mal Bullshit” produzieren dürfe.
Employer Branding Videos - Einfach mal so ausprobiert. Kann das gutgehen?

Kann das gut gehen?

Aus unserer Sicht ist dieser Ansatz ein klares No-Go!

Recruiting-Videos sind – wie jedes andere Kommunikationsmittel und Medium auch – Botschafter der eigenen Marke und Identität. Und sie sollten daher von Beginn an mit dem gleichen Ernst betrachtet werden.

Unternehmen müssen sich darüber im Klaren sein, dass einmal veröffentlichte Videos im Netz für immer bleiben – Für immer gespeichert und abrufbar, 24/7. Das gilt erst recht dann, wenn sie eine besondere Aufmerksamkeit, egal ob positiv oder negativ, erlangt haben.

Würden Sie das Risiko eingehen wollen, den guten Ruf Ihres Unternehmens mit einem Schlag zu vernichten und im schlechtesten Fall grenzüberschreitende, negative Berühmtheit zu erlangen, nur weil Sie die Planung Ihres Videos vernachlässigt haben?

Einher mit dem Gedanken des “einfach mal ausprobierens” geht darüber hinaus auch häufig, dass die ersten Videos (“Wir testen ja nur, wie das ganze ankommt”) mit No- oder Low-Budget produziert werden. Was “handmade” und spontan sympatisch aussehen soll, endet dann leider häufig als Trash – und wirkt damit kontraproduktiv.

Andererseits:

Es ist keinesfalls so, dass ein Endergebnis später nicht “handmade” und spontan aussehen kann und sollte! Und es gibt mit Sicherheit auch eine ganze Menge von Unternehmen, zu denen ein solches Format passt und sinnvoll sein kann. Aber auch eben eine ganze Menge, zu denen es nicht passt.

Und wie soll ich mit einem Video, das garnicht zu meiner Zielgruppe passt und deren Erwartungen nicht trifft, testen, wie das Ganze ankommt?

Denn:

Letztlich muss jegliche Kommunikation, also auch die Videokommunikation, in der Summe authentisch sein, zum Unternehmen und seiner Kultur passen sowie die Ziele des Unternehmens unterstützen!

Die Grenze zwischen Top und Flop und damit auch hin zur Rufschädigung ist gleichzeitig sehr schmal und das Risiko zu (unnötigen) Flops entsprechend hoch. Der Output muss dabei keineswegs immer teuer und überproduziert sein sein – eine gewissenhafte und fundierte Analyse und Planung ist aber absolut unerlässlich um ein böses Erwachen zu vermeiden.

In keinem Fall ist es aber richtig zu sagen: “Das ist neu. Ich hab’ zwar kein Geld, aber ich probier’ das jetzt einfach mal aus.”

Sie würden ja als Entscheider auch nie auf die Idee kommen “einfach mal so” eine Printkampagne selbst zu machen, oder?

 

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