Start ins Employer Branding: Wann und wofür brauche ich eine Agentur?

Aktives Employer Branding wird nicht nur immer wichtiger – subsequent steigen natürlich auch immer mehr Unternehmen in dieses Themenfeld ein.

In den vergangenen Monaten haben wir dabei häufig Einsichten in deren Approach an die Sache gewinnen können, die wir hier gerne teilen möchten.

Vorbehalte gegen den Einsatz von Agenturen

Es war für uns sehr interessant zu beobachten, dass nahezu alle Unternehmen ihr eigenes Employer Branding zunächst in Eigenregie selbst in die Hand genommen haben – bzw. den Start in dieses Feld selbst bestreiten möchten.

Dabei argumentieren einige (verständlicherweise) aus Budget- und Kostengründen gegen den Einsatz einer Agentur in diesem Feld.Start ins Employer Branding: Wann und wofür brauche ich eine Agentur?

Ein Gespräch ist uns jedoch besonders in Erinnerung geblieben, in dem der Gesprächspartner Vorbehalte in die Richtung äußerte, dass Employer Branding ja von innen kommen müsse und dass eine Agentur, die einem Unternehmen dieses von außen „aufdrücke“, wohl kaum für die notwendige intrinsische Motivation der Mitarbeiter sorgen könne.

Dafür gibt es von uns ein klares „Richtig, aber…“!

Die richtige „Dosierung“ des Agentureinsatzes

Vollkommen richtig ist aus unserer Sicht die Einsicht, dass ein wirkungsvolles Employer Branding von innen kommen muss.

Ich muss also in jedem Fall meine Mitarbeiter „abholen“, für das Thema begeistern, sie aktiv mitgestalten lassen und zu Botschaftern meiner Employer Brand machen.

Nur so kann ich langfristig genug Manpower mobilisieren, um die zahlreichen Aufgaben, die mit einem aktiven Employer Branding einhergehen (von der persönlichen Präsenz auf Messen bis zum Verfassen von Fachbeiträgen für den eigenen Blog) auf genügend Schultern verteilen zu können.

Zudem sollte ich natürlich dafür sorgen, dass die Werte, die ich in meiner Employer Value Proposition formuliere auch solche sind, die meine Kollegen teilen.

Vollkommen richtig ist also, dass eine Employer Brand, die einem Unternehmen von einer Agentur ohne die Einbeziehung der Mitarbeiter „aufanalysiert“ wird, nicht so erfolgreich sein kann wie eine, die eigenständig entwickelt wurde. Und klar ist, dass eine Agentur in diesem delikaten Bereich daher dosiert, intelligent und partnerschaftlich eingesetzt werden muss – und keinesfalls der Eindruck entstehen darf, dass etwas von außen diktiert  wird.

Aber:

Wenn obige Rahmenbedingungen beachtet werden, können Agenturen das Leben wesentlich erleichtern.

Denn die Limitationen einer Entwicklung einer Employer Brand – und deren entsprechender Bekanntmachung – von innen heraus, liegen gleichzeitig ebenfalls auf der Hand.

Ich kenne als Entscheider bzw. Ausführender zwar mein eigenes Unternehmen am besten. Aber weiß ich auch ganz genau, wie meine Zielgruppe tickt? Kenne ich die Fallstricke, zum Beispiel im Bewegtbildbereich, in die andere vielleicht schon getappt sind? Kenne ich die Spielregeln in den verschiedenen Medien und Kanälen? Wie erreiche ich meine Zielgruppe am effektivsten?

Dies sind alles Fragen, die eine Agentur im partnerschaftlichen Verhältnis beantworten kann und sollte. Und spätestens bei der technischen Umsetzung der Kanäle und Aktionen sollte dann ohnehin ein professioneller Dienstleister ins Boot geholt werden, da Selbstversuche (die man leider häufig beobachtet) nicht selten in Flops und Fremdscham – oder schlicht und ergreifend in Null-Effekt – enden.

Fazit: Employer Branding muss von innen kommen!

Aber es muss – in allen Belangen – professionell verfolgt werden.

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